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Die Vickers-Härteprüfung

Die Makrohärteprüfung, meist Vickers-Prüfung genannt, besteht darin, einen Eindringkörper mit einer bestimmten Form in eine Prüfoberfläche zu pressen. Im Gegensatz zur Rockwell-Prüfung wird beim Vickers-Verfahren nur eine einzige Prüfkraft aufgebracht. Der daraus resultierende Eindruck bzw. der nicht in den ursprünglichen Zustand zurückgehende Bereich wird dann mit Hilfe eines Hochleistungsmikroskops in Kombination mit filaren Messokularen, oder neuerdings automatisch durch Bildgebungsanalysesoftware, gemessen. Der Vickers-Diamant erzeugt eine quadratische Pyramidenform mit einer Eindrucktiefe von etwa 1/7 der Länge der Diagonalen. Die Vickers-Prüfung verfügt zur Abdeckung aller Prüferfordernisse über zwei deutlich voneinander getrennte Prüfkraftbereiche, den Mikrobereich (10 - 1000 g) und den Makrobereich (1 - 100 kg). Der Eindringkörper ist für beide Bereiche gleich, daher sind die Vickers-Härtebereiche über die gesamte Härtespanne für Metalle fortlaufend (üblicherweise HV100 - HV1000).

Vickers-Prüfungen werden üblicherweise als Makroeindruck-Prüfungen bezeichnet und für unterschiedlichste Materialien wie oberflächengehärtete Komponenten und Stahlkomponenten verwendet. Die Eindrücke beim Vickers-Verfahren sind auch weniger von der Oberflächenbeschaffenheit abhängig als die Eindrücke beim Knoop-Verfahren. Der Härtewert wird mit einer Formel bestimmt, in die sowohl der gemessene Bereich als auch die aufgebrachte Prüfkraft eingehen. Tabellen oder automatische elektronische oder Bildgebungsmessungen sind allerdings weiter verbreitet und praktischer zur Gewinnung von Vickers Härtewerten.